Der Stuhl ist wichtiger als der Tisch
Beim Einrichten eines Arbeitsplatzes wird meist zuerst über den Schreibtisch gesprochen und zuletzt über den Stuhl. Sinnvoll ist die umgekehrte Reihenfolge. Ein höhenverstellbarer Tisch nützt wenig, wenn die Sitzhaltung nicht stimmt, während ein guter Stuhl auch an einem einfachen Tisch funktioniert.
Worauf es ankommt: Sitzhöhe so, dass Ober- und Unterschenkel etwa einen rechten Winkel bilden, Lehne mit Unterstützung im Lendenbereich, Sitztiefe an die Oberschenkellänge angepasst. Alles davon lässt sich nur im Sitzen prüfen.
Höhenverstellbar heißt nicht automatisch besser
Ein elektrisch verstellbarer Tisch bringt nur etwas, wenn die Höhe auch tatsächlich gewechselt wird. Wer weiß, dass er den ganzen Tag sitzt, investiert das Geld besser in Stuhl und Beleuchtung. Wer im Stehen telefoniert oder Besprechungen am Tisch führt, profitiert deutlich.
Bei der Tiefe gilt: unter 80 Zentimeter wird der Abstand zum Bildschirm zu gering. Bei zwei Monitoren sind 160 Zentimeter Breite eine sinnvolle Untergrenze.
Licht wird regelmäßig vergessen
Die Deckenleuchte eines Wohnzimmers reicht für Bildschirmarbeit selten aus, und eine Lampe direkt hinter dem Monitor erzeugt Gegenlicht. Sinnvoll ist seitlich einfallendes Tageslicht und eine Arbeitsplatzleuchte, die die Fläche vor dem Bildschirm ausleuchtet, nicht den Bildschirm selbst.
Womit Sie rechnen sollten
Ein einzelner ergonomischer oder höhenverstellbarer Schreibtisch liegt bei etwa 100 bis 500 Euro. Die Komplettausstattung eines Arbeitsplatzes aus Tisch, Stuhl und Zubehör beginnt bei rund 800 bis 900 Euro, bei Massivholz und hochwertiger Verarbeitung entsprechend darüber. Stand 2026-07, Marktüberblick auf Basis von kirschwerk.com.
Serienware ist meist kurzfristig verfügbar. Größere Büroausstattungen und Sonderanfertigungen brauchen je nach Stückzahl mehrere Wochen.