Vom Termin bis zum Lieferfenster
Nach der Bestellung nennt der Betrieb einen ungefähren Zeitraum, meist in Kalenderwochen. Der genaue Tag kommt später, oft ein bis zwei Wochen vorher, und das Zeitfenster am Tag selbst ist selten schmaler als vier Stunden. Wer den ganzen Tag arbeitet, klärt vorher, ob eine Vertretungsperson die Lieferung annehmen darf.
Prüfen Sie beim Liefertermin zwei Dinge: ob wirklich alle Teile da sind und ob die Verpackung äußerlich unbeschädigt ist. Beides notieren Sie auf dem Lieferschein, bevor Sie unterschreiben.
Erdgeschoss oder Etage
Der Standardpreis vieler Speditionen umfasst die Lieferung bis zur Bordsteinkante oder bis zur ersten verschlossenen Tür. Alles darüber hinaus, also Etage, enger Treppenaufgang oder fehlender Aufzug, ist häufig ein Aufpreis und sollte im Angebot stehen.
Sagen Sie deshalb vorher, in welchem Stock Sie wohnen, ob es einen Aufzug gibt und wie breit das Treppenhaus an der engsten Stelle ist. Ein Möbelstück, das nicht hochkommt, geht auf Kosten aller Beteiligten wieder zurück.
Was Montage einschließt
Bei Einbauküchen und Einbauschränken ist die Montage in der Regel im Leistungsumfang enthalten oder wird separat kalkuliert ausgewiesen. Bei Serienmöbeln ist Aufbau dagegen häufig ein Zusatzservice gegen Aufpreis.
Fragen Sie konkret nach: Wird nur aufgebaut oder auch angeschlossen? Werden Wandbefestigungen gesetzt? Wird die Verpackung mitgenommen? Der letzte Punkt wird gern übersehen und hinterlässt sonst einen Berg Karton in der Wohnung.
Das alte Möbelstück
Bei Speditionslieferung nehmen viele Betriebe ein Altmöbel gleicher Art gegen Aufpreis mit. Bedingung ist meist, dass es demontiert und zugänglich ist und ungefähr die Größe des neuen Stücks hat.
Die Alternative ist die kommunale Sperrmüllabholung, in vielen Kommunen einmal jährlich im begrenzten Volumen kostenlos, sonst für etwa 20 bis 50 Euro je Abholung. Wer selbst fährt, gibt am Wertstoffhof ab, dort liegen die Gebühren bei rund 5 bis 10 Euro je Stück. Stand 2026-07, Quellen: quelle.de, moebeltransport24.de und rw-entruempelung.de.
Gut erhaltene Möbel nehmen außerdem Sozialkaufhäuser an, oft samt Abholung. Das lohnt den Anruf, bevor ein brauchbares Sofa im Sperrmüll landet.
Wenn etwas beschädigt ankommt
Vermerken Sie den Schaden auf dem Lieferschein, bevor Sie unterschreiben, und fotografieren Sie ihn samt Verpackung. Melden Sie ihn danach schriftlich beim Verkäufer, nicht bei der Spedition, denn Ihr Vertragspartner ist der Betrieb.
Nehmen Sie beschädigte Ware nicht vorbehaltlos an und lassen Sie sich nicht auf eine mündliche Zusage vertrösten. Eine kurze E-Mail mit Fotos am selben Tag erspart später jede Diskussion darüber, wann der Schaden entstanden ist.