Möbelkauf vorbereiten

Aufmaß, Grundriss, Budget. Was Sie in einer halben Stunde selbst erledigen und damit jeden Beratungstermin verkürzen.

Messen Sie mehr als den Raum

Die Raummaße hat fast jeder parat. Woran es später scheitert, sind die Maße dazwischen: Türbreite, Treppenwendung, Aufzugstiefe, Deckenhöhe im Flur. Ein Sofa, das ins Wohnzimmer passt, muss erst einmal dorthin gelangen.

Notieren Sie deshalb vier Dinge: die lichte Breite jeder Tür auf dem Weg, die engste Stelle im Treppenhaus, die Höhe unter einem eventuellen Zwischenpodest und die Innenmaße des Aufzugs. Bei Altbauten kommt die Frage dazu, ob ein Fenster zum Einschwenken taugt, weil das gelegentlich der einzige Weg ist.

Im Zimmer selbst zählen die Stellen, die Möbel blockieren: Heizkörper, Steckdosen, Fensterlaibungen, Türanschläge. Fotografieren Sie das einfach ab, ein Foto sagt im Termin mehr als eine Beschreibung.

Ein Grundriss muss nicht schön sein

Eine Handskizze mit ehrlichen Maßen ist mehr wert als ein hübscher Plan mit geschätzten Zahlen. Zeichnen Sie den Raum von oben, tragen Sie Wandlängen ein, markieren Sie Fenster und Türen mit ihrer Öffnungsrichtung.

Wer den Grundriss aus dem Mietvertrag oder der Kaufunterlage hat, bringt ihn mit, sollte die wichtigsten Maße aber nachmessen. Planunterlagen weichen von der gebauten Wirklichkeit häufiger ab, als man denkt.

Budget vor der Beratung festlegen

Es ist unangenehm, über Geld zu sprechen, bevor man weiß, was es gibt. Trotzdem lohnt es. Wer eine Spanne nennt, bekommt Vorschläge in dieser Spanne und spart sich das Gefühl, im Nachhinein hochgerechnet worden zu sein.

Eine grobe Orientierung finden Sie auf unserer Kostenseite, mit Spannen je Kategorie samt Stand und Quelle. Legen Sie sich zwei Zahlen zurecht: was Sie ausgeben wollen und was die Obergrenze ist.

Serie oder Maßanfertigung vorentscheiden

Die Frage entscheidet über Preis und Wartezeit. Gerade Wände und Standardmaße sprechen für ein Serienprogramm. Dachschräge, Nische oder eine Zwischenbreite, die es im Katalog nicht gibt, sprechen für einen Tischlerbetrieb. Wer unsicher ist, holt beides ein und vergleicht.

Fragen aufschreiben

Im Termin fällt einem regelmäßig genau das nicht ein, was man vorher wissen wollte. Ein Zettel mit fünf Fragen reicht. Bewährt haben sich diese: Was genau ist im Preis enthalten? Wer montiert? Was passiert mit dem alten Möbelstück? Wann liefern Sie? Was ändert sich am Preis, wenn ich beim Aufmaß etwas anpasse?

Kurz nachgefragt

Für das Angebot nicht, für das Gespräch schon. Mit groben Maßen kann der Berater sofort einschätzen, welche Programme überhaupt infrage kommen. Das verbindliche Aufmaß macht der Betrieb später trotzdem selbst.

Zwei bis drei reichen in den meisten Fällen. Mehr Angebote bringen selten neue Erkenntnisse, kosten aber jedes Mal einen Termin. Wichtiger als die Anzahl ist, dass die Angebote denselben Leistungsumfang abbilden, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.

Raum, ungefähre Maße, was Sie vorhaben und bis wann. Drei Sätze genügen. Je konkreter das ist, desto gezielter kann der Betrieb beim ersten Kontakt antworten, statt erst die Grundlagen abfragen zu müssen.

Mit Maßen und Budget im Kopf wird aus dem ersten Kontakt gleich ein brauchbares Gespräch.